Unsere Lagen

Zwischen den Hängen der Mittelmosel liegen unsere Weinlagen – geprägt von Schiefer, Sonne und Jahrhunderterfahrung.
Jede Lage besitzt ihren eigenen Charakter – Ausdruck von Terroir, Klima und Handwerk.

Steile Weinberge an der Mosel, aus denen die Weine des Weinguts Otto Pauly stammen

Graacher Himmelreich

Eleganz und Balance

Zwischen den steilen Hängen der Mittelmosel liegt das Graacher Himmelreich – eine Lage, deren Name schon vom Paradies kündet. Der Boden aus Devonschiefer speichert Wärme und verleiht den Rieslingen ihre unvergleichliche Mineralität. Hier entstehen Weine von feiner Frucht, klarer Struktur und filigraner Eleganz – ein wahres Stück Mosel-Himmel.

Geologie und Klima:
Wie ein Amphitheater breitet sich das Himmelreich über den Hängen der Mosel aus. Der Devonschieferboden, durchzogen von feinen Gesteinsschichten, speichert tagsüber die Wärme und gibt sie nachts sanft an die Reben ab. Die Hangneigung ist hier etwas moderater als in den benachbarten Spitzenlagen, was zu einer gleichmäßigen Reifung führt. Typisch sind Rieslinge mit zitrusfrischer Frucht, kühler Mineralität und spielerischer Leichtigkeit, die mit zunehmender Reife an Tiefe gewinnen.

Historie:
Der Name „Himmelreich“ ist seit dem 18. Jahrhundert belegt und verweist entweder auf die außergewöhnliche Qualität der Lage – ein „reiches Stück vom Himmel“ – oder auf alte kirchliche Besitzbezeichnungen. Schon die Trierer Kurfürsten und Klöster entlang der Mosel schätzten die Weine aus dem Himmelreich als besonders fein und lagerfähig.

Besonderheit:
Durch die vergleichsweise moderaten Steigungen war das Himmelreich schon früh gut zu bewirtschaften und erlangte rasch große Bekanntheit. Rieslinge aus dem Himmelreich gelten heute als Einstieg in die großen Moselklassiker – filigran, zugänglich und mit beachtlichem Reifepotenzial.

Bewirtschaftung:

Weingut

Weingut Abteihof

Weingut Otto Pauly

Rebsorten

Riesling

Riesling, Chardonnay und Regent

Fläche (m²)

6.320

12.621

Gesamtfläche

18.941

Vom Himmelreich ins Glas

Die Weine aus dem Graacher Himmelreich verbinden Eleganz, feine Frucht und kühle Mineralität.
Hier finden Sie eine kleine Auswahl der Weine, die diese Lage ins Glas bringen.

Graacher Dompropst

Tiefe und Charakter

Unmittelbar angrenzend an das Himmelreich, aber in seiner Ausrichtung noch etwas günstiger, liegt der Graacher Dompropst – eine kleine, kostbare Parzelle, die zu den besten Lagen der Mosel zählt. Mit perfekter Sonneneinstrahlung und steilen Hängen entstehen hier Weine von großer Kraft und Tiefe, die dennoch ihre feine Finesse bewahren. Rieslinge aus dem Dompropst sind komplex, vielschichtig und außergewöhnlich langlebig – Charakterweine voller Ausdruck und Noblesse.

Geologie und Klima:
Die Lage gilt als die Schatzkammer Graachs: steil, optimal zur Sonne geneigt und geschützt durch umliegende Hänge. Das warme Mikroklima erlaubt eine lange, vollständige Reifung der Rieslingtrauben. Der grobsteinige Devonschieferboden speichert die Wärme stärker als im Himmelreich und verleiht den Weinen mehr Kraft, Fülle und Würze. Typisch sind dichte, strukturierte Rieslinge mit Aromen von reifem Steinobst, feiner Kräuterwürze und markanter Schiefermineralität.

Historie:
Der Name „Dompropst“ geht auf die Besitzverhältnisse des Domstifts Trier zurück. Der Dompropst – ein hoher kirchlicher Würdenträger – ließ hier die besten Weine für den Kirchenbesitz anbauen. So ist der Name bis heute ein Symbol für die enge Verbindung zwischen Weinbau und kirchlicher Geschichte an der Mosel.

Besonderheit:
Der Dompropst ist winzig im Vergleich zum Himmelreich und seit Jahrhunderten hochgeschätzt. Schon im 19. Jahrhundert wurde die Lage in den preußischen Katasterkarten als „Erste Klasse“ eingestuft. Weine aus dieser Parzelle gelten als langlebige Raritäten – begehrt, komplex und von unverwechselbarer Tiefe.

Bewirtschaftung:

Weingut

Weingut Abteihof

Weingut Otto Pauly

Rebsorten

Riesling, Spätburgunder

Riesling

Fläche (m²)

 4.773

3.003

Gesamtfläche

7.776 

Weine aus dem Graacher Dompropst

Die Weine aus dem Graacher Dompropst zeichnen sich durch Tiefe, Struktur und markante Mineralität aus.
Entdecken Sie hier eine kleine Auswahl der Weine, die den Charakter dieser Lage widerspiegeln.

Wehlener Sonnenuhr

Strahlende Klarheit und Leichtigkeit

Weltberühmt und Inbegriff der Moselklassik ist die Wehlener Sonnenuhr. Schon von weitem sichtbar thront die historische Sonnenuhr über den Weinbergen und gibt der Lage ihren Namen. Hier entstehen Rieslinge von strahlender Klarheit, voller Eleganz und spielerischer Leichtigkeit – mit feiner Frucht, filigraner Balance und schier endloser Mineralität. Sie gilt als eine der großen Ikonen des deutschen Weinbaus.

Geologie und Klima:
Die Wehlener Sonnenuhr ist extrem steil – die Schieferböden reflektieren das Sonnenlicht und speichern Wärme bis tief in den Herbst. So entstehen ideale Bedingungen für vollreife, aromatische Trauben. Der Name geht auf die historische Sonnenuhr zurück, die Jodocus Prüm 1842 in den Weinberg einbauen ließ – als sichtbares Wahrzeichen der Lage. Die Weine zeigen kristallklare Frucht – Apfel, Pfirsich, Aprikose – mit feiner Süße-Säure-Struktur und fast schwereloser Eleganz. Sie wirken feiner und verspielter als die Graacher Weine, behalten aber Tiefe und große Langlebigkeit.

Historie:
Die Sonnenuhr ist nicht nur eine Lage, sondern ein Wahrzeichen der Mosel. Sie steht bis heute als Symbol für Finesse und Eleganz im Riesling. Schon im 19. Jahrhundert wurden ihre Weine in London, Paris und New York gehandelt und galten als Prestigeweine.

Besonderheit:
Die Wehlener Sonnenuhr gehört zu den berühmtesten und meistexportierten Lagen Deutschlands. Der Name „Sonnenuhr“ steht weltweit für feinste, verspielte Moselrieslinge mit großem Reifepotenzial.

Bewirtschaftung:

Weingut

Weingut Abteihof

Weingut Otto Pauly

Rebsorten

Riesling

Riesling

Fläche (m²)

1.175

949 

Gesamtfläche

2.124

Wehlener Sonnenuhr – Finesse im Glas

Die Weine aus der Wehlener Sonnenuhr zeichnen sich durch Klarheit, Eleganz und feine Mineralität aus.
Entdecken Sie hier eine kleine Auswahl der Weine aus dieser Lage.

St. Petrus

Schutzpatron und Symbolfigur

In Graach an der Mosel sind Glaube und Weinbau seit Jahrhunderten eng miteinander verbunden. Viele Lagennamen tragen bis heute Spuren dieser Geschichte: Graacher Himmelreich, Graacher Dompropst, Graacher Abtsberg – alle verweisen auf die Zeit, als große Teile der Weinberge im Besitz kirchlicher Institutionen, Abteien und Klöster waren. Erst im Zuge der Säkularisation um 1800 – also der Enteignung kirchlicher Güter während der napoleonischen Zeit – gingen diese Flächen in weltlichen Besitz über.

Für unser Weingut ist St. Petrus daher mehr als nur eine Figur – er ist ein Symbol der Herkunft und des Schutzes. Als Apostel, Fischer und Fels der Kirche steht er für Beständigkeit und Vertrauen. Seine Attribute, vor allem der Schlüssel, verbinden ihn unmittelbar mit unserem Familienwappen und mit der Lage Graacher Himmelreich, die seit jeher sinnbildlich mit Petrus und dem „Himmel“ verknüpft wird.

In der christlichen Überlieferung gilt Petrus als derjenige, dem die „Schlüssel des Himmels“ anvertraut wurden. Dieses Motiv findet sich sowohl in der Heraldik der Familie Pauly als auch in der Symbolik der Gemeinde Graach wieder – etwa auf Wegweisern und Ortszeichen. Es steht für Verantwortung, Bewahrung und Zugang zum Guten – Werte, die auch unseren Umgang mit dem Wein prägen.

Nicht zuletzt spiegelt sich in der Wahl des Schutzpatrons eine subtile Hommage an das berühmte französische Château Pétrus, dessen Name ebenfalls auf den Apostel Petrus zurückgeht. Die Verbindung von Glauben, Tradition und Spitzenweinbau zeigt, dass große Weine immer auch aus Überzeugung entstehen – aus einer Haltung, die Bestand hat.

Unsere Weine

Moselweine mit Charakter

Entdecken Sie charaktervolle Rieslinge und Burgunder aus besten Lagen wie dem Graacher Himmelreich oder Domprobst.

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